Hinter den Kulissen der Operation Aufholjagd bei #Project3M+2.
- Christian Flühr

- 29. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
171 Tage. 144 Skitage. 2,2 Millionen Höhenmeter.
Wenn ich morgens die Bindung schließe, ist das für mich kein normaler Start in einen Skitag mehr. Es ist der Beginn einer weiteren Etappe auf einem Weg, den vor mir noch niemand in dieser Form gegangen ist. Seit dem 10. November 2025 bin ich nun schon als „Bond auf Brettern“ unterwegs, um die magische Marke von 5 Millionen Höhenmetern in einem Jahr zu knacken.
Aber ich sage euch ehrlich: Der Weg hierher war in den letzten Wochen alles andere als eine entspannte Abfahrt im Pulverschnee.
Der Moment, als sich die Ziellinie verschob

Erinnert ihr euch an den 8. Januar? Das war der Tag, an dem mein Team und ich eine Nachricht bekamen, die gesessen hat. Eigentlich lag der zu schlagende Weltrekord bei 3,41 Millionen Höhenmetern. Doch plötzlich hieß es: Kommando zurück, ein neuer Rekord wurde anerkannt – und der liegt bei 4.888.425 Metern.
Über Nacht war mein Ziel also mal eben um knapp 1,4 Millionen Höhenmeter nach hinten gewandert. Das ist so, als würde man bei einem Marathon nach Kilometer 40 erfahren, dass man doch 60 Kilometer laufen muss. Kurz hat es sich komisch angefühlt, fast wie: „Wir fahren so lange, bis das Ergebnis passt.“ Aber wer mich kennt, weiß: Herausforderung angenommen!
Die Jagd nach dem Schnitt: 13.398 Meter – jeden Tag!

Um diesen neuen Rekord zu holen, musste ich mein Pensum massiv hochfahren. Statt der ursprünglich geplanten 9.344 Höhenmeter pro Tag muss ich seit Januar im Schnitt 13.398 Meter abliefern.
Dank meiner Tracking-App weiß ich jede Sekunde genau, wo ich stehe. Und die Zahlen machen gerade richtig Spaß:
Mein kumulativer Durchschnitt liegt aktuell bei 12.700 Metern.
Das heißt: Mir fehlen nur noch winzige 700 Meter pro Tag, um wieder voll im Plan zu sein.
An guten Tagen (über 17.500 Meter) mache ich massiv Boden gut.
Mein Rekord-April: Ischgl und Hochfügen haben gebrannt

Der April war der absolute Wahnsinn – trotz des schweren Frühjahrsschnees, der ordentlich in die Beine geht. Mit über einer halben Million Höhenmetern war es mein erfolgreichster Monat seit dem Start im November.
Ein paar Highlights, auf die ich stolz bin:
31.351 Höhenmeter an einem einzigen Tag am 10. April in Hochfügen. Mein neuer Tagesbestwert!
142.000 Höhenmeter in nur sechs Tagen in Ischgl.
Was mein Körper dazu sagt?

Mein Teamarzt Dr. Schmidt erinnert mich regelmäßig daran, dass das hier eine medizinische Grenzerfahrung ist. Über 30.000 Schläge und Vibrationen muss mein Körper pro Tag abfedern. Es ist ein permanentes, hochintensives Intervalltraining – und das seit 171 Tagen am Stück. Die Beine brennen oft, aber der Kopf ist bereit für die zweite Halbzeit.
Wie geht es weiter?
Die Reise geht zurück zu den Wurzeln. Einen Teil vom Mai werde ich am Mölltaler Gletscher verbringen. Dort, wo im November alles begann, werde ich weiter Meter für Meter sammeln. Kärnten bietet mir jetzt die Schneesicherheit, die ich brauche, um bis Mitte Mai wieder voll im Zeitrahmen für die 5 Millionen zu sein.

Gewonnen ist erst, wenn der Rekord steht. Aber ich kann euch sagen: Das Gefühl, sich diese Freiheit und diese Leistung Tag für Tag zu erkämpfen, ist unbeschreiblich.
Bleibt dran! Ihr könnt meinen Fortschritt jeden Tag live im Ticker verfolgen.
„Was war Dein persönlicher Höhenmeter-Rekord an einem Tag? Schreibt es mir in die Kommentare!“
Bis zum nächsten Schwung,
Euer Christian




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