183 Tage sind vorbei: Halbzeit bei meinem #Project3M+2
- Christian Flühr

- vor 3 Tagen
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Stell dir vor, du läufst einen Marathon. Du hast Kilometer 30 erreicht, deine Lungen brennen, deine Beine fühlen sich an wie Blei – und plötzlich ruft dir jemand zu: „Übrigens, wir haben die Strecke verlängert. Du musst heute nicht 42 Kilometer laufen, sondern 60.“
Genau so fühlte es sich am 8. Januar 2026 an. Dieser Tag im Hotel Keindl in Oberaudorf wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Wir saßen zusammen, analysierten die Daten, und dann kam der Schock: Der offizielle Weltrekord, den ich jage, wurde nachträglich auf 4.888.425 Höhenmeter nach oben korrigiert.
Über Nacht fehlten mir in meiner Kalkulation plötzlich 1,4 Millionen Höhenmeter. Ein Moment, in dem man kurz schluckt und sich fragt: Ist das überhaupt noch machbar? Mein ursprünglicher Plan war ambitioniert, aber das hier? Das war eine völlig neue Dimension des Wahnsinns.

Die Antwort: Flucht nach vorn

Wer mich kennt, weiß, dass Aufgeben für mich keine Option ist. Als „Bond auf Brettern“ bin ich Widrigkeiten gewöhnt, aber diese neue Zielvorgabe hat alles verändert. Mein tägliches Pensum musste von rund 9.000 auf über 13.000 Höhenmeter steigen. Jeden. Einzelnen. Tag.
Aber wisst ihr was? Druck erzeugt Gegendruck – und im April sind wir förmlich explodiert.
Der April 2026 war der erfolgreichste Monat seit dem Start meines #Project3M+2 im November. Über eine halbe Million Höhenmeter in nur 30 Tagen. In Hochfügen habe ich am 10. April mit 31.351 Höhenmetern einen neuen persönlichen Tagesbestwert aufgestellt. Das sind Zahlen, die man nicht nur im Kopf, sondern vor allem in den Knochen spürt.
30.000 Schläge – Jeden Tag
Mein Teamarzt Dr. Christian Schmidt erinnert mich oft daran, was ich meinem Körper hier eigentlich zumute. Pro Tag muss mein Bewegungsapparat etwa 30.000 Erschütterungen und Vibrationen abfedern. Das ist kein Skifahren mehr, das ist ein hochintensives Intervalltraining im Dauermodus – bei eisiger Kälte oder im schweren Frühjahrssulz.
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Aktuell stehen wir nach 183 Tagen bei 2,3 Millionen Höhenmetern. Das bedeutet: Halbzeit der Zeit, und in wenigen Tagen feiern wir auch die Halbzeit der Höhenmeter. Die magische Grenze von 5 Millionen ist nicht mehr nur ein Traum, sie ist ein Ziel, das ich am Horizont sehen kann.
Nächster Halt: Das „Wohnzimmer“ Mölltaler Gletscher
Die Reise führt mich jetzt zurück dorthin, wo alles begann: zum Mölltaler Gletscher. Kärnten empfängt mich gerade mit massiven Neuschneemengen. Das verzögert zwar meine Anreise um ein paar Tage, verspricht aber perfekte Bedingungen für die kommenden Wochen. Wir brauchen diese Sicherheit, um die täglichen Quoten für das große Ziel am 10. November abzusichern.

Seid live dabei!
Die zweite Halbzeit beginnt jetzt. Es wird härter, es wird emotionaler und jeder einzelne Meter zählt. Wird der Körper halten? Bleibt das Wetter auf meiner Seite? Können wir das Unmögliche wirklich wahr machen und die 5-Millionen-Marke knacken?

Ich nehme euch jede Sekunde mit. Verfolgt meine Daten, meine Standorte und meine täglichen Kämpfe direkt in meinem Live-Ticker.
Hier geht es zum Puls des Projekts: 👉 www.bond-auf-brettern.com/live-ticker
Wir sehen uns am Berg – oder im Ticker!
Euer Christian
Bond auf Brettern




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